Konfliktmoderation

Das schweigende Kollegium: Mitarbeiter wieder ins Gespräch bringen

 

Ein Beispiel aus unserer Praxis (PDF zum Runterladen):

Der Konflikt:

Die Schulleitung war sich seit einiger Zeit bewusst, dass es im Kollegium grundlegende Differenzen gab. Zwischen den verschiedenen Berufsgruppen von Sozialarbeitern, pädagogischen Mitarbeitern, Therapeuten und Lehrkräften herrschte zum Teil sogar Kommunikationsstillstand. Vereinzelt waren Maßnahmen zur Konfliktlösung durchgeführt worden, jedoch konnte dabei der Status Quo nicht geändert werden. Eine Gesprächskultur, auch mit der Schulleitung, war kaum noch vorhanden.

Der Auftrag:

Als „letzter Versuch“ wurde nevo beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, um die Mitarbeiter wieder miteinander ins Gespräch zu bringen. Unter diesen Voraussetzungen entwickelten wir, statt einer Mitarbeiterbefragung o.ä., den Plan eines „Team-Tags“ mit Outdoor- und Moderations-Elementen. Draußen in der Natur wollten wir mit den Teilnehmern in gemeinsame Aktionen gehen und Interaktionsaufgaben als Sinnbild für die Ist-Situation im Team nutzen.

Die Durchführung:

Die nevo-Trainer starteten mit zufällig ausgelosten Kleingruppen zu einer Orientierungswanderung durch ein Waldgebiet. Kleinere Übungen lockerten die Atmosphäre auf. In allen Gruppen beobachteten die nevo-Trainer kleine Gereiztheiten, Unsicherheiten, Animositäten und installierten bewusst eine wertschätzende Art der Kommunikation in den Reflexionen. Zum Mittag kamen alle Kleingruppen an einem alten Klostergut zusammen und erzählten in gelöster Stimmung von den Ereignissen des Vormittags.

Die Outdoor-Elemente boten den idealen Einstieg, erste Versuche einer gemeinsamen Sprache kamen in Gang, die Spannungen waren aber immer noch deutlich spürbar. Das änderte sich über den Nachmittag auch (noch) nicht. Der begann mit moderierten Reflexionen in den Kleingruppen, um die Erfahrungen der Interaktionen mit dem Arbeitsalltag zu vergleichen und daraus Konfliktfelder und Arbeitsaufträge zu generieren. Schließlich stellten die Gruppen ihre Arbeitsaufträge im Steinbruch vor und sie wurden in ihrer Wichtigkeit priorisiert. Die Wichtigsten wurden anschließend im Mini-Open Space eigenständig von allen in wechselnden Gruppen bearbeitet.

Das Ergebnis:

Der „Team-Tag“ mit nevo ergab einige Seiten Flipchart-Papier mit Ideen und Vorschlägen, was strukturell in der Kommunikation und in den Besprechungen von Schulleitung und Mitarbeitern geändert werden müsse. Interne Ressourcen wurden genutzt, einzelne Mitarbeiter und die Schulleitung bekamen genaue Arbeitsaufträge. Die verschiedenen Berufsgruppen waren wieder ins Gespräch gekommen. Die Stimmung unter ihnen war gelöster und gleichzeitig gespannt darauf, wie es weitergehen würde. Konflikte waren zum Teil angesprochen, Lösungswege zeichneten sich ab. In der Analyse der Veranstaltung waren wir in der Lage, Konfliktfelder zu benennen und Handlungsoptionen für die Schulleitung aufzuzeigen.

 

Die nächsten Schritte:

  • Regelmäßige teamunterstützende Praxistage
  • Workshop „Kommunikationslernen“: Kommunikation in Theorie und Praxis
  • SWOT-Analyse der Teamrollen

nevo entwickelt Wege!